Tips&Tricks 77: Nummernschilder für Autos
Das letzte I-Tüpfelchen bei Modellautos sind die Kfz-Kennzeichen. An sie wird leider kaum gedacht. Soviel wir
wissen, werden sie im Handel nicht angeboten.
Also ist Selbstbau angesagt.
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
- Fotografieren und entprechend verkleinern, oder
- selber drucken.
Der erste Vorschlag hat den immensen Vorteil, authentisch zu sein; nachteilig sind der enorme Aufwand und evtl. das
Fehlen von Objekten, wenn man Schilder aus der Vergangenheit (bei uns: Epoche III) benötigt.
Der zweite ist weniger aufwendig, stellt aber einen Kompromiß dar, weil das Kennzeichen-Schild nur
annähernd 'richtig' getroffen wird. Bei der Baugröße H0 kann man wegeh der geringen Abmessungen
aber damit leben.
Wir benötigen als Hilfsmittel einen PC und einen Drucker; als Software ein Grafik-Programm (Paint reicht hier
aus; ein gutes Programm wäre natürlich besser) und, wenn es 'nur' Paint ist, ein Druck-Programm (z.B.
Word). Mit dieser Minimal-Ausstattung gelingt es bereits, einigermaßen ansehnliche Schilder zu erzeugen. Als
Zeichensatz reicht Arial aus, wenn für Epoche III produziert werden soll. Für die 'Neuzeit' gibt es bei
anke-art einen Zeichensatz mit dem Namen
'car-go 2', den man sich als Endverbraucher kostenlos downloaden kann.
Fertigung:
Wir starten Paint und schreiben mit einer relativ großen Schrift (Vorschlag: 24 pt) das gewünschte
Schild, erst einmal mit car-go 2. Die Anwendung steht in einem mitgelieferten Text; sie sei hier noch einmal
wiederholt: Beginn mit (, Ende mit ). Dazwischen ist vor jeder Eingabe _ zu setzen, das erzeugt die Ränder.
Beispiel:
(_m_ _e_c_1_9_8_7)
ergibt das Schild 'M EC1987', s. unten.
Die so erzeugte Grafik speichert man und ruft dann Word auf. Hier wird die Grafik eingebunden und dann auf die
gewünschten Abmessungen verkleinert. Drucken, evtl. noch einmal korrigieren, fertig.
Die Abmessungen holt man sich per Zollstock (Verzeihung: Gliedermaßstab) am nächsten Auto und teilt den
Wert durch den gewünschten Maßstab.
Will man für Epoche III produzieren, 'mißbraucht' man car-go 2 nur für den Rand des Schildes und
schreibt den mit Arial (Vorschlag: 26 pt) erzeugten Schriftzug hinein.
Zusätzlich ist es möglich, auch noch kleine Flecken für den Verwaltungsbezirk, TÜV- und
ASU-Plaketten zu zeichnen. Aber das wird man kaum noch erkennen können können. Und - in Epoche III gab es
noch keine ASU, also auch keine Plaketten!
So sehen die Schilder aus, die nach dem hier beschriebenen Rezept gefertigt worden sind (Paint, nicht verkleinert):
Man kann es erkennen: Arial ist nicht ganz richtig.
Was man alles noch ergänzen kann, sehen Sie an den beiden folgenden Fotos. Sie sind aus wikipedia entnommen.
Aufgrund dieser Fotos haben wir noch etwas im Paint 'herumgefummelt' und sind zu den folgenden Bildern gekommen:
Das linke Kennzeichen wurde statt mit Arial mit "DIN 1451 Mittelschrift" erzeugt, fett und mit
Größe 30 pt.
Und - mit einem Farb-Drucker kann man auch grüne Landwirtschafts-Schilder drucken oder rote
Überführungs-Kennzeichen. Vielleicht sollte man für den endgültigen Druck einen Bogen
Fotopapier opfern und dann mit Foto-Qualität drucken.
Für weitere Fragen stehen gern zur Verfügung:
- der MEC; Besichtigung und Fachsimpelei z.B. an unseren "Club-Abenden"
- der Autor: Hans Peter Kastner
Version vom: 06.04.2010
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