Tips&Tricks 74: FCS: Reed-Kontakt als Fahrdraht

Wir hatten schon in einem Projekt über die Steuerung für das Faller-Car-System über selbstgebaute Reed-Sensoren berichtet.

Nun erscheint eine neue Idee:
Man nehme einen möglichst dünnen, aber ruhig etwas längeren Reed-Kontakt und füge ihn als Fahrdraht-Ersatz in den Fahrweg ein, also in Längsrichtung. Da der Kontakt aus magnetisch leitendem Material (Eisen) besteht, kann er durchaus zum Lenken der Fahrzeuge herangezogen werden.
Der Vorteil bei der Sache ist, daß diese Kontakte wesentlich höhere Ströme schalten können als ihre winzigen Kollegen. Man kann sich also die sehr teuren Sensoren des Herstellers ersparen oder braucht sich nicht mit dem relativ aufwendigen Selbstbau zu beschäftigen.
Nachteilig ist dabei, daß die Kontakte die Autos etwas schlechter führen als der Original-Draht, und daß man sie nicht biegen kann; aber diese Art von Sensoren (Kontaktgabe über den Führungsmagneten der Fahrzeuge) sollte sowieso nur auf geraden Abschnitten eingesetzt werden.

Wir verwenden Reed-Kontakte in der Baugröße 2,2 x 14 mm oder 2,0 x 10 mm. Lieferanten: Conrad, Pollin, Reichelt u.a.

Vorsicht! Wir können es nicht oft genug wiederholen:
Wenn schon der Anschlußdraht an einem Reed-Kontakt gebogen werden muß, dann fassen Sie ihn mit einer kleinen Zange dicht am Glaskörper (ohne diesen zu berühren) und biegen dann den Draht außerhalb der Zange. Wenn Sie es anders machen, zerstören Sie sofort den Glaskörper (der ja nur ein sehr dünnes Rohr ist).

Für weitere Fragen stehen gern zur Verfügung:
- der MEC; Besichtigung und Fachsimpelei z.B. an unseren "Club-Abenden"
- Der Autor: Heinz-Werner Wiegold


Version vom: 23.11.2009
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