Tips&Tricks 73: Hilfswerkzeug zum Rad-Einbau
Es nervt immer wieder: ein Haftreifen ist abgesprungen, und wie fummelt man den neuen aufs Rad?
Am einfachsten ist es, erst den Radsatz auszubauen und den Haftreifen ohne viel Mühe aufzuziehen. Hierbei
empfehlen wir, den Reifen erst einmal 'irgendwie' in die Nut zu legen. Ist er dabei verdreht, kann man ganz einfach
einen Zahnstocher zwischen Reifen und Nut pieksen und dann mit dem Zahnstocher einmal um das Rad herumfahren.
Der Haftreifen liegt dann mit Sicherheit 'richtig'.
Die Problematik kommt aber danach: wie ist der Radsatz wieder einzubauen, ohne die Radschleifer zu verbiegen?
Hier sind die 'Märklinisten' erheblich im Vorteil: sie haben keine Radschleifer.
Bei den 'Gleichströmern' ist jetzt Geschicklichkeit angesagt: es sind ja meist 2 Radschleifer, die
(natürlich von innen) an den Rädern schleifen und die zusammengedrückt werden müssen. Für
das Hinein-Praktizieren braucht man demnach 3 Hände, zwei für die Radschleifer und eine für den
Radsatz. Die wenigsten Modellbahner sind aber so gut ausgestattet.
Also baut man sich ein Hilfswerkzeug, das wir hier beschreiben wollen:
Es besteht aus einem einfachen Draht- oder Blechbügel, der ähnlich wie eine Pinzette aussieht, aber eine
breite 'Basis' hat, will meinen, er sieht von der Seite gesehen aus wie ein U und nicht wie ein V (Pinzette).
Die Länge der Schenkel sollte etwa 5 cm betragen, die Breite an der 'Basis' etwa 14,3 mm (für die
Baugröße H0). Das Blech oder der Draht dürfen nicht zu dick sein; sonst passen sie nicht mehr
zwischen Rad und Getriebekasten. Ist das Werkzeug aber zu dünn, verbiegt es sich beim Versuch, die
Kontaktfedern zusammenzudrücken. Dies ist kein Drama: wenn man den Radsatz beim Einbauen über den
Bügel steichen läßt, drückt er ihn zusammen, und er wirkt wie ein Schuhlöffel (oder
auch als 'Schuhanzieher' bekannt).
Mit diesem Werkzeug faßt man (Hand 1) um die beiden Kontaktfedern (= Radschleifer) herum und drückt sie
zusammen. Nun kann der Radsatz ohne Probleme (Hand 2) eingebaut werden.
Für weitere Fragen stehen gern zur Verfügung:
- der MEC; Besichtigung und Fachsimpelei z.B. an unseren "Club-Abenden"
- der Autor: Hans Peter Kastner
Version vom: 05.11.2009
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