Tips&Tricks 48: Feilenpflege

Schachtel Wie jedes andere Werkzeug braucht auch eine Feile Pflege und Vorsichtsmaßnahmen, um lange Zeit gute Dienste leisten zu können.
Auch in Zeiten der Wegwerfgesellschaft ist es immer noch besser, mehr Geld in qualitativ hochwertiges Werkzeug zu investieren, als sich mit minderwertigen Billigprodukten herumzuquälen.

Schublade Das Allerwichtigste ist die fachgerechte Lagerung der Feilen. Sie dürfen auf keinen Fall übereinander liegen oder sich sonst irgendwie berühren. Bei der kleinsten Bewegung verletzt ein Zahn den anderen, und die Feilen werden stumpf. Entweder gehören diese Werkzeuge nach Gebrauch in ihre Schachtel zurück oder in eine selbstgefertigte Schublade, am besten eine aus Holz. Hier können sie sich nicht gegenseitig beschädigen. Ein Großteil der Feilen des Autors stammen noch von seinem Vater; sie sind über 50 Jahre alt und tun immer noch gut ihren Dienst.
Die im Bild ersichtlichen Holzfächer sollten nur so weit reichen, daß die Feilen voreinander geschützt werden. So kann man die Werkzeuge besser greifen, und es wird Platz gespart (die Feilen können enger beieinander liegen). Dies erklärt das Bild recht gut: wäre das rechte Fach bis nach vorn an die Schubladenkante gezogen worden, könnte man die dort liegende große Feile nur sehr schwer herausnehmen.

Schmutz Weiterhin wichtig ist die Reinigung. Eine verstopfte Feile ist in ihrer Wirkung beeinträchtigt, weil sie keine Späne mehr abtragen kann. So wie hier links dargestellt sollte keine Feile aussehen. Dagegen gibt es Drahtbürsten, die speziell zur Feilenreinigung gefertigt sind. Die letzten Schmutzreste (wenn die Bürste es nicht mehr schafft) können mit einer Stecknadel entfernt werden. Dies ist völlig ernst gemeint und kein nachträglicher Aprilscherz!

Bürste
Feilenbürste (schon oft benutzt): sehr viele kurze Stahlborsten, alle gleich lang, schräg angestellt

Zum Schluß noch ein Tip, den der Autor vor fast 50 Jahren im Praktikum gelernt hat: Man kann klebende Verunreinigungen (z.B. Aluminium in einer zu feinen Feile) dadurch verhindern, daß man die Feile vor Gebrauch mit Kreide einreibt. Diese behindert den Feilvorgang in keiner Weise, verhindert aber, daß sich die Späne in der Feile festsetzen.

Für weitere Fragen stehen gern zur Verfügung:
- der MEC; Besichtigung und Fachsimpelei z.B. an unseren "Club-Abenden"
- der Autor: Hans Peter Kastner

Version vom: 01.05.2007
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