Tips&Tricks 32: Sägen von dünnem Platinenmaterial
Unser Club besitzt eine kleine Tischkreissäge eines namhaften Herstellers, die für feine Arbeiten
geeignet ist. Nun stehen wir vor einem ständigen Dilemma: nehmen wir für das Sägen von
Platinenmaterial (Epoxyd-Glashartgewebe, FR4) das feine oder das hartmetallbestückte Sägeblatt? Das feine
wird durch das harte Material in allerkürzester Zeit 'verhunzt'; es wird stumpf und schneidet nicht mehr sauber;
das andere bleibt zwar fast ewig scharf, neigt aber, wegen der geringen Zähnezahl, häufig zum Reißen
des Materials. Da hilft auch kein Verstellen auf die maximale Drehzahl. Infolgedessen gibt es ebenfalls keine
sauberen Kanten, und es könnte sogar vorkommen, daß am Rande liegende Leiterbahnen mit zerrissen werden.
An ein Sägen von 0,5 mm starkem Platinenmaterial ist überhaupt nicht zu denken.
Nimmt man jedoch ein altes Stück Platinenmaterial, das z.B. beim Ätzen vermurkst worden ist, und legt es
beim Sägen unter das eigentlich zu bearbeitende Material und sägt es mit, dann ergeben sich wunderbar
saubere Schnitte, auch bei dünnem Material.
Verblüfft? Beim Bohren legen Sie doch auch immer ein Bohrklötzchen unter, damit das Loch unten nicht
ausreißt!
Für weitere Fragen stehen gern zur Verfügung:
- der MEC; Besichtigung und Fachsimpelei z.B. an unseren "Club-Abenden"
- der Autor: Hans Peter Kastner
Version vom: 28.05.2005
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