Tips&Tricks 28: Steigung im Plattenbau
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Fährt man mit maßstäblich langen Schnellzugwagen, zudem noch kurzgekuppelt, so ist der Übergang von der Waagerechten in eine Steigung von eminent wichtiger Bedeutung für die Fahrsicherheit. Man sollte sich zwingen, den Ausrundungsradius auf mindestens 10 m (zehn Meter!) zu bringen; ansonsten könnten sich die Wagen mit ihren Gummiwulsten ineinander verkeilen.

Mit einfachen geometrischen Berechnungen kommt man auf eine Bogenlänge von ziemlich genau 300 mm, wenn man eine Steigung von 3% anfahren will. Dabei erhebt sich die Oberkante der gebogenen Trasse recht genau um 4,5 mm über das Plattenniveau. Ein anschließendes Trassenbrett muß also auf diese 4,5 mm angespitzt werden, damit es nahtlos das Gleis weiterführen kann. Nehmen wir weiterhin an, das 'Biegestück' sei 3 mm dick, so ergibt sich die Länge der Grube, die zur Aufnahme dieses Trassenstücks in die Platte eingearbeitet werden muß, zu 245 mm.

Der Tip, wie man auf einfache Weise diese Grube in die Platte einarbeitet, ohne viel Staub zu produzieren, soll hier beschrieben werden:
Es wird zunächst ein Rechteck auf die Platte gezeichnet, das die einzuarbeitende Grube beschreibt; das also die oben genannten 245 mm lang ist und etwa 10 mm breiter ist als die gewünschte Breite des Trassenbretts. An den Ecken werden nun 4 Bohrungen eingebracht, entweder 6 oder 8 mm stark. Dann wird das Rechteck ausgesägt, wobei man sich die Lage (rechts-links) merken sollte. Genauigkeit ist nicht gefragt. Das herausgesägte Klötzchen wird nun um genau die Dicke des Biegestücks tiefer wieder eingeleimt. Dazu schlagen wir vor, ein kleines Hilfsbrettchen unter das gesägte Loch zu nageln, mit je einem Reststück des Biegestück-Materials als Abstandshalter. Nun wird das Klötzchen eingelegt und an den Ecken mit je einem Dübel entsprechend den Bohrungen befestigt.

Das Biegestück wird jetzt in die so entstandene Grube eingelegt und an einem Ende auf einer Länge von max. 1 cm festgeklebt, wobei zwei Nägelchen hilfreich sind. Um den Radius von 10 m zu fixieren, wird bei Länge 141,5 mm mit 1 mm unterfüttert, bei Länge 200 mm mit 2 mm. Das Ende, das jetzt noch frei in die Luft steht, wird mit 1,5 mm unterfüttert. Hieran schließt sich dann das auf 4,5 mm angespitzte Trassenbrett an.

Für diejenigen, die's genauer wissen wollen, hier die Grundlagen.

Für weitere Fragen stehen gern zur Verfügung:
- der MEC; Besichtigung und Fachsimpelei z.B. an unseren "Club-Abenden"
- der Autor: Hans Peter Kastner

Version vom: 17.09.2005; vorige Version vom: 15.04.2005
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