Tips&Tricks 20: Modulare Wagenbeleuchtung
Als Weiterführung von
Tips&Tricks 15,
Bild 2 (Gleichrichter-Schaltung) zeigen wir hier eine Idee, Wagen je Abteil individuell auszuleuchten. Dabei wird,
entsprechend dem dortigen Bild 2, im Wagendach eine Doppelleitung (+ und -) eingebaut, von der aus beliebig viele
Beleuchtungs-Einzelelemente mit je einer LED gespeist werden. Diese kleinen Lampenmodule sind so lang (in
Wagen-Längsachse gesehen) wie eine Fensterteilung. Sie können beliebig oft an der genannten Doppelleitung
befestigt werden, wobei natürlich darauf zu achten ist, daß der rechte TUP in der Ansteuerung sehr warm
werden kann und evtl. gekühlt werden muß.
Die Helligkeit der LEDs wird an den in Reihe liegenden Widerständen eingestellt. Die dargestellten
68-Ω-Werte ergeben einen Strom von 10mA. Doppelte Werte: halber Strom.
Für die Auslegung der Einspeisung verweisen wir auf
Tips&Tricks 15.
Weitere Ideen:
Läßt man in der Einspeisung 2 diagonal gegenüberliegende Dioden weg, so funktioniert die Schaltung
nur in einer Fahrtrichtung. Dies könnte man dazu ausnutzen, (mit zusätzlichen Schaltungen) Stirn- und
Schlußlichter bei Loks oder Steuerwagen fahrtrichtungsabhängig zu schalten.
Hierzu verweisen wir auf
Tips&Tricks 19, Weiße LEDs ohne Blaustich.
Zur Baugröße:
Man kann die Schaltung auf einem Platinchen von 9 x 12 mm aufbauen, in SMD, beidseitig bestückt. Nimmt man 0,5
mm starkes Basismaterial und ersetzt die Dioden in der Einspeisung durch SMD-Doppeldioden BAV70 bzw. BAW56, so wird
das Ganze ca. 2,5 mm dick. In diesen Abmessungen paßt die Schaltung auch in Fahrzeuge der Spur N.
Wie man leicht erkennen kann, hat sie sogar noch einen Luxus: sie besitzt 2 Einspeise-Schaltungen, kann also auch in
Wagen mit echter 4-Punkt-Stromabnahme gespeist werden.
Ein Nachteil soll nicht verschwiegen werden: Die Schaltung enthält keinen Kondensator, der bei schlechtem
Schienenkontakt 'Strom' speichern könnte. Die LEDs werden also flackern, vielleicht sogar mehr als
Glühlämpchen, da sie erstens heller leuchten als diese und zweitens ein Glühfaden eine gewisse
Nachleuchtdauer hat. Man könnte an den beiden Durchkontaktierungen einen Elko (ca. 100μF/16V)
anschließen, um das Gröbste zu verhindern. Bei höheren Kapazitäten könnten die Dioden
wegen zu hoher Stromspitzen leiden. Dann sollten in die Zuleitungen zu den Rädern Widerstände eingebaut
werden, ca. 33 Ω in jede Leitung.
Ein Dankeschön...
Bedanken möchten wir uns bei Harald Meyer aus Hannover, der die Idee mit dem '3. Transistor' in der
Ansteuerschaltung hatte. Somit ergibt sich eine konstante Helligkeit schon ab 2 Volt, hinter der Einspeisung
gemessen.
08.08.2006:
Eine Weiterentwicklung der hier vorgestellten Ideen zu einer Wagenbeleuchtung mit neuesten Bauelementen finden Sie
in
Projekt 10.
Für weitere Fragen stehen gern zur Verfügung:
- der MEC; (Besichtigung und) Fachsimpelei z.B. an unseren "Club-Abenden"
- der Autor: Hans Peter Kastner

Version vom: 08.08.2006; vorige Version vom: 15.04.2005
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